Coppanz

Historie

Die Dorfkirche liegt auf einem 422 m hohen Plateau nahe der Stadt Jena, damit bietet sich ein herrlicher Blick in das Saaletal. Das Dorf Coppanz, dessen ungewöhnlicher Name auf eine Rodung hinweisen könnte, liegt in der Gemeinde Bucha, im Saale-Holzland-Kreis. 1236 wurde der Ort erstmals urkundlich in einem Gerichtsdokument erwähnt. Ursprünglich gehörte es zum Lehensbesitz der Burggrafen von Kirchberg (Jena, Fuchsturm) und wurde 1350 an die Stadt Erfurt verkauft. Im Bruderkrieg 1446 bis 1451 wurde Coppanz zerstört und lag fast 270 Jahre wüst.

Herzog Ernst August von Sachsen/Weimar erteilte die Genehmigung zum Wiederaufbau (1723). Von 18 Ammerbacher Einwohnern wurde der Ort neu besiedelt. Ob es eine Vorgängerkirche gab ist nicht sicher; eine Taufschale ist mit 1745 datiert.

1812 nach dem Bau des Brauhauses wurde die jetzige kleine aber feine Kirche erbaut, bestehend aus einem einschiffigen Langhaus, quadratischem Chor und einem 18 m hohen Chorturm. Sie überstand schwere Zeiten von mehreren Kriegen. Mit Ende des 2. Weltkrieges wurde Coppanz in die Gemeinde Bucha eingegliedert.


Innenausstattung

  • Langhaus mit Holzdecke
  • Kanzelcorpus auf Fußboden stehend im Stil der Renaissance (1740-1760)
  • Bankgestühl (um 1812)
  • Eine schöne Heerwagen-Orgel (Weimar) war trotz Reparaturen nicht zu erhalten. Sie wurde 1970 ersatzlos demontiert. Zur musikalischen Begleitung dient ein elektronisches E-Piano.
  • Blockaltar (1812)
  • Bronzeglocke (1887) gestiftet (verehrt) der Großherzogin Sopie (Weimar-Sachsen) gegossen Gebr. Ulrich, Apolda; und oben der Text „ Ehre sei Gott in der Höhe"

Restaurierung

Von 1970 bis 1986 erfolgten Dacheindeckung, Turmbeschieferung, Anstrich und Maurerarbeiten sowie die Innensanierung des Chores mit neuem Anstrich und der Einbau einer Winterkirche.

Zur 750-Jahrfeier des Ortes (1986) konnten sich ca. 3000 Gäste von der Schönheit der Kirche und des Ortes mit seinen schmucken sanierten Häusern überzeugen. Doch durch eine defekte Turmhaut und eine schlecht funktionierende Dachentwässerung drang Feuchtigkeit ins Mauerwerk ein. Nach dreimonatiger Bauzeit konnte am 12. Juli 2003 mit einem Knopffest die Kirchturmsanierung abgeschlossen werden. Der Dachstuhl wurde saniert, neu mit Ziegeln eingedeckt und der ursprüngliche flache Turmknopf mit dem Kreuz wiederhergestellt (Kosten: 42 T€). Ehrenamtliche des Ortes besserten die Kirchenfassade aus und versahen sie mit einem neuen Anstrich.

Mit großer Hilfe der Dorfbevölkerung, Unterstützung des Magdalaer Fördervereins zur Erhaltung der Kirchengebäude, der Ev. Landeskirche und nicht zuletzt die Firma Thür. Denkmalbau GmbH Gotha erstrahlt die Kirche Coppanz im neuen Glanz.

Heinz Grübner, Christel Vopel 


Kontakt

Die Kirche gehört zum Kirchengemeindeverband Magdala.

Gottesdienste punktuell nach Plan des Kirchengemeindeverbandes Magdala. Die kleine Kirche bietet sich auch als Stations- oder Wegekapelle zum Innehalten für Wanderer an.

Pfarrbüro Magdala, Schulstr. 18

Tel. 036454 50207

Mail: buero@kirche-magdala.de